Nahrung fürs Herz

ROTHENBURG – Seit mittlerweile  19 Jahren setzt Küchendirektor Gerald Wüchner im Rothenburger Krankenhaus mit der mediterranen Kost Maßstäbe in Sachen gesunder Ernährung. Dass sich dahinter etwas völlig anderes verbirgt als Pizza, Pasta und Döner und dass die Arbeitsabläufe so aufeinander abgestimmt sind, dass die Mahlzeiten in bester Qualität und vor allem warm bei den Patienten ankommen, davon konnten sich Mitglieder des Seniorenbeirats kürzlich bei einem Besuch in der Großküche überzeugen. 

Küchendirektor Gerald Wüchner (2.v.l.) erklärt den Seniorenbeiratsmitgliedern die Abläufe in der Krankenhausküche. Foto: Scheuenstuhl

Jeden Tag werden rund 1500 Mittagessen in den Kliniken von ANregiomed ausgegeben, erklärt Gerald Wüchner, der für die Küchen aller vier Häuser verantwortlich ist. Etwa 20 Prozent entfallen dabei auf das Rothenburger Krankenhaus. Dort sind insgesamt 17 Vollkräfte, damit betraut, dass Patienten, Angestellte und Besucher etwas Warmes auf den Teller bekommen. Sie sind Köche, Küchenmeister, Verpflegungsassistenten, Diätassistenten und Hauswirtschafter.

Ihr Aufgabenbereicht fängt bei der Befragung der Patienten, welches Gericht sie am nächsten Tag essen möchten, an und erstreckt sich über die Zubereitung bis hin zur Portionierung. Sie sind außerdem für die Ausgabe der Mahlzeiten auf den jeweiligen Stationen zuständig. Diese Nähe zwischen Küche und Patienten sieht Gerald Wüchner als wirkungsvollen „Brücken-Schluss“, durch den auf Wünsche und Anregungen schneller reagiert werden kann.

Als Küchendirektor setzt er den großen Rahmen für die Küche, handelt etwa Verträge mit den Lieferanten aus. In Rothenburg stehen ihm im Führungsteam Christa Kiesel-Himmelein und Küchenchef Jan Harttung zur Seite. Der Speiseplan, aus dem die Patienten jeden Tag zwischen drei Menüs (mediterran, leichte Vollkost und vegetarisch) wählen können, wiederholt sich alle vier Wochen und ist in allen ANregiomed-Häusern gleich. 60 Prozent der Patienten entscheiden sich dabei für die mediterrane Variante.

Tomaten aus Dinkelsbühl,   Fisch aus Feuchtwangen

Da sich die Krankenhausküche als Betrieb und Wirtschaftsfaktor in der Region versteht, achtet die Leitung darauf, auch regional einzukaufen. Man habe Metzger und Bäcker aus der Umgebung, mit denen man zusammenarbeite, so Gerald Wüchner.  Zudem beziehe man beispielsweise die Tomaten aus Dinkelsbühl, die Fische stammen aus Feuchtwangen.

Lebensmittelabfälle versucht man so weit wie möglich zu vermeiden. Dank der Befragung der Patienten hinsichtlich ihrer Essenswünsche kann die Küche anhand von Produktionsplänen sehr genau die Menge der nötigen Lebensmittel errechnen. Außerdem besteht die Möglichkeit, zwischen ganzen und halben Portionen zu wählen. Auch die Erfahrungswerte der Küchenleitung tragen dazu bei, „nicht ins Blaue hinein“ Mahlzeiten zu produzieren, unterstreicht der Küchendirektor.

Alle Speisen werden am selben Tag frisch gekocht, betont er. Auf aufgeheizten Aluplatten gelangen die warmen Speisen in den entsprechenden Wagen mit der nötigen Temperatur zu den Patienten – und zwar innerhalb von 30 Minuten nach der Portionierung.

Als „wichtigsten Teil der Küche“ bezeichnet Gerald Wüchner die Spülküche. Wenn es da Probleme gebe, stehe alles still. Zweimal sei dies schon passiert. Pro Tag durchlaufen 6 000 Geschirrteile die beeindruckende „Waschstraße“, die ebenfalls seit der ersten Stunde des Krankenhauses ihren Dienst tut. Wenn man die medizinische Qualität eines Krankenhauses betrachtet, gehöre die Küche absolut dazu, findet Chef-arzt und Kardiologe Dr. Christian Wacker. Sie ist ein wichtiger Teil des ärztlichen Konzepts. Er schreibt ihr bei der Behandlung sogar „mindestens soviel Wert“ zu, wie alles, was die Mediziner „operativ machen“ können. Die Rothenburger Ärzte kennen die Küche nicht nur vom Hörensagen, denn auch sie werden von Gerald Wüchner in die Praxis der Zubereitung der mediterranen Küche eingeweiht.

Zur Vermeidung beziehungsweise zur positiven Beeinflussung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die mediterrane Kost die erste Wahl. Die mediterrane Küche schließe 80 Prozent aller Krankenhaus-Diäten mit ein, erklärt Gerald Wüchner. Eine spezielle, vom Arzt verordnete  Kostform sei deshalb nur bei speziellen Krankheiten erforderlich. Und auch im Alltag liegen die Vorteile der mediterranen Ernährung auf der Hand. Denn im Gegensatz zu anderen Ernährungsweisen, stehe hinter dieser Variante ein „vernünftiges Konzept“, das sich auch umsetzen lasse, findet Dr. Christian Wacker.

So ist der Sonntagsbraten durchaus mal erlaubt, während man ansonsten vor allem viel Obst, Gemüse und Salate, Kräuter, hochwertige Öle sowie Fisch, Geflügel und Hülsenfrüchte als Eiweißträger zu sich nehmen sollte. Der geringe Einsatz von Salz führt dazu, dass man im Vergleich zu den gewohnten Speisen die Krankenhaus-Gerichte als weniger würzig empfindet.

Es sind sogar noch Kapazitäten frei

Da der Klinik nicht nur das Wohl der Patienten, sondern auch das ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt, wurde unter Gerald Wüchner eingeführt, dass auch das Personal in den Genuss der mediterranen Küche kommt. Mit dem „Tipp der Woche“ steht ihnen ein zusätzliches Gericht zur Auswahl, damit bei dem sich alle vier Wochen wiederholenden Speiseplan keine kulinarische Langeweile aufkommt.

Beim Gang durch die Krankenhausküche fällt auf, dass es selbst während der Zubereitungsphase nicht nach Küche riecht und die Ausmaße recht großzügig bemessen sind. Seit ihrer Inbetriebnahme vor 30 Jahre wurde nichts mehr daran verändert – weil auch kein Bedarf dafür bestand. „Die Küche wurde sehr vernünftig geplant und ist sehr logisch aufgebaut“, sagt Gerald Wüchner. Da sie damals auch für die Versorgung des Schillingsfürster Krankenhauses mitkonzipiert wurde, sei sie für Rothenburg allein eigentlich zu groß. Es wäre durchaus möglich, so der Küchendirektor, „andere Häuser mitzuversorgen“.

Momentan beliefert man neben den hauseigenen Patienten, Mitarbeitern und Besuchern auch die Rothenburger Dialyse-Station sowie einige örtliche Firmen mit Mahlzeiten. Man hätte auch durchaus noch Kapazitäten beispielsweise „Essen auf Rädern“ anzubieten, lässt Gerald Wüchner nebenbei anklingen.

Dass sich die mediterrane Küche in der Region großer Beliebtheit erfreut zeigt sich auch daran, dass bereits über 5000 Personen an einem von Gerald Wüchners Kochkursen teilgenommen haben. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung hat er auch schon einige Kochbücher zum Thema herzgesundes Essen geschrieben. Druckfrisch ist nun sein neuestes Werk erhältlich  (wir berichten noch).  mes

 

 

 Solidarität für unser Rothenburger Krankenhaus

Spontane Solidaritätsbekundung

Beim Seniorenfrühstück stand plötzlich das Rothenburger Krankenhaus auf dem Programm

ROTHENBURG – Das Seniorenfrühstück im Wildbad ist inzwischen zu einer Institution geworden. Mehr als 90 Besucher haben zunächst an festlich gedeckten Tischen gemeinsam gespeist. Die runden Tische haben zu vielen Gesprächen und Diskussionen angeregt.

Nach der angeregten Diskussion um das Krankenhaus sorgte die Sitzgymnastik für Entspannung. Foto: privat

Es blieb nicht aus, dass die Diskussion um das Krankenhaus Ansbach auch hier zum Thema wurde. Herr Dr. Paul Kerscher, der frühere Chefarzt der Chirurgie in Rothenburg, hat die Entwicklung der Kardiologie in Rothenburg aus nächster Nähe verfolgt. In einem spontanen Statement hat er sachlich vorgetragen, wie vor zirka 15 Jahren Dr. Christian Wacker nach Rothenburg kam.

Er ist damals auf den Chef der Ansbacher Kardiologie zugegangen und wollte mit ihm gemeinsam die Herzkatheter-Therapie aufbauen. Dies ist von Ansbach aber abgelehnt worden. Mit Unterstützung der damaligen Geschäftsführung hat er dann eben nur in Rothenburg den Herzkatheter aufgebaut. Dabei hat er in der Anfangszeit über sechs Monate einen 24/7-Dienst alleine betrieben. Rasch zeigte sich, dass er ein hervorragender Kardiologe ist.
Hohes Ansehen
Er hat sich sowohl bei der Bevölkerung wie auch bei den Ärzten ein hohes Ansehen erworben. Auf Grund des Patientenzustroms konnte er Rothenburg zu einem Zentrum ausbauen. Er hat einen versierten Elektrophysiologen gewinnen können. Mit speziellem      Katheter-Messplatz kann jetzt hier eine Kardiologie auf höchstem Niveau betrieben werden. Dr. Christian Wacker hat sich internationale Anerkennung erworben. Er hat an bedeutenden Studien zur akuten Herzinfarkttherapie teilgenommen, in die auch die Daten der hier behandelten Patienten eingeflossen sind. Die Ergebnisse der Studie sind von der deutschen Gesellschaft für Kardio­logie in die deutschen Leitlinien zur Herzinfarkttherapie übernommen worden. Diese Leistung wurde 2017 von der Arbeitsgemeinschaft der             Leitenden Krankenhaus-Kardiologen Deutschlands mit einem Förderpreis gewürdigt.
Gewinn für gesamtes Klinikum
Dr. Rainer Hoffmann, selbst Internist, ehemaliger Chefarzt  und Vorsitzender des Seniorenbeirats, würdigte ebenfalls Dr. Christian Wacker als hervorragenden Kardiologen und einen Gewinn für das gesamte Klinikum. Dieser  hat vor Jahren zusätzlich die Leitung der Kardiologie in Ansbach übernommen und ist an drei Wochentagen in Ansbach und an zwei in Rothenburg tätig. Und dies, obwohl in Rothenburg etwa eineinhalb mal so viele Herzkatheter als in Ansbach durchgeführt werden.
Das völlige Unverständnis im Saal über die „öffentliche Demontage“ von  Dr. Christian Wacker griff Dr. Rainer Hoffmann auf. Er bat die Anwesenden, dieses Thema im Bekanntenkreis weiter zu diskutieren und gerade jetzt zum Krankenhaus Rothenburg zu stehen. Die Erhaltung der Kardiologie in Rothenburg ist im „Interesse des gesamten Klinikums“. Wenn die Kliniken schon „ein Haus“ sind, ist auch Solidarität gefordert.
Dr. Christian Wacker setze sich „mit ganzer Kraft“ für das Ansbacher Krankenhaus ein. Nach dem Weggang von Dr. Jörn Maroske, dem Chef der Chirurgie in Rothenburg, sei über mehr als ein halbes Jahr der einzige verbliebene Oberarzt „alleine gelassen“ worden. Nicht einen einzigen Tag sei er von seinen Ansbacher Kollegen unterstützt worden.
Dr. Rainer Hoffmann  unterstrich, dass der gesamte Seniorenbeirat sich auch öffentlich hinter Dr. Christian Wacker stelle und die „unsachliche und schädliche Diskussion in der Presse“ verurteile. Gerade richtig zur Entspannung stand dann anschließend die Sitzgymnastik auf dem Plan, angeleitet von Christel Flörchinger. Die Besucher turnten fleißig mit.
Den Vormittag schloss Burkhart Eugen mit der Kurzgeschichte  „Die Geschichte des Hausierers“ von Mark Twain ab.   eb

  

   

 Artikel im Fränkischen Anzeiger vom 19. Februar 2019

„Stupfl Hurra“ im Wildbad

Gäste aus Schillingsfürst brachten ausgelassene Stimmung zum Seniorenfasching

ROTHENBURG – Genau um 14.33 Uhr zogen die „Frankemer Stupfl“, angeführt von der Jugendgarde und dem Sitzungspräsidenten Werner Rauch, unter den Klängen des Narhallamarsches in den vollbesetzten Theatersaal des Wildbads ein. Zum ersten Mal in ihrem langjährigen Bestehen verließen sie ihre angestammte Halle in Schillingsfürst zu einem auswärtigen Gastspiel.

Ob kostümiert oder in zivil: Beim gemeinsamen Schunkeln gab es für die Rothenburger Jecken kein Halten mehr. Fotos: Hoffmann

Der Rothenburger Seniorenbeirat hatte eingeladen und die Frankemer  kamen mit einem beachtlichen Programm. Nachdem die beiden Animateure Maja Löschel und Natalie Siller zwei Gäste zu gemeinsamen Hula-Hup-Übungen auf die Bühne geholt hatten, kamen die Kleinsten an die Reihe: die „Stupfl-Schrabbe“ mit einer Darbietung der ZDF-Hitparade, mit der sie beim Publikum sehr viel Applaus auslösten.

Fürstlicher Glanz
Martin Rohn beleuchtete in seiner Büttenrede als Dieselumrüster den Skandal von allen Seiten mit dem Ergebnis, dass wieder einmal der kleine Mann den Schaden zu tragen habe. Die Jugendgarde entließ die Zuhörer in die Pause, nach welcher Markus Löschel und Ralf Albig dem Nachmittag als Prinzenpaar fürstlichen Glanz verliehen. In prächtig geschneiderten Kostümen überreichten sie Orden an Axel Kutscheidt und Burkhart Eugen, die Organisatoren des diesjährigen Seniorenfaschings.
Genau richtig am Platze waren die „Stupfl-Moudli“, die sich als alte Damen aus dem Schillingsfürster Elisenstift in Seniorengymnastik und Tanz satirisch versuchten, was so manchen im Saal zu einem Schmunzeln veranlasste. Schließlich erschienen mit Sirene und Martinshorn zwei Bombenentschärfer und ein Polizist auf der Bühne, um mit Hilfe eines Roboters eine herrenlose Aktentasche zu entschärfen.
Die weitgehend kostümierte Rothenburger „Jugend 60+“ begleitete den gesamten Auftritt mit kraftvoll dankbarem Applaus und Schunkeln.  Und verabschiedete die wackeren „Jecken“ bei deren Ausmarsch mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Wörnitzwellen“, der inoffiziellen Schillings­fürs­ter Nationalhymne. Fazit: ausgelassene Stimmung, die gut zu dem auf dem Heimweg herrschenden Sonnenwetter passte. Man braucht nach diesem Nachmittag kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass der Seniorenfasching 2020 wieder vor ausverkauftem Hause stattfinden wird. be

 

Artikel im Fränkischen Anzeiger vom 15. Januar 2019

 

„Der Notruf ist immer möglich“

 

Erste Hilfe-Kurse des Seniorenbeirats: Wissen für Notfälle auffrischen und aktualisieren

ROTHENBURG – Einmal gelernt und dann für den Rest des Lebens im Hinterkopf abgespeichert und griffbereit: Was durchaus auf das Fahrradfahren oder das „Vater unser“ zutreffen mag, funktioniert spätestens dann nicht mehr, wenn man sich in einer Ausnahmesituation befindet. Deshalb bietet der Seniorenbeirat kostenlose Erste Hilfe-Kurse an, um das  lebenswichtige Wissen um das richtige Verhalten bei einem Unfall oder einem Notfall aufzufrischen.

Wiederbelebung: Druckpunkt finden und senkrecht von oben fest den Brustkorb mit gestreckten Armen fünf bis sechs Zentimeter eindrücken. Fotos: Scheuenstuhl

„Das Schlimmste ist, nichts zu machen“, sagt Werner Holzberger und erstickt damit etwaige Ausflüchte im Keim, aus Angst Schaden anzurichten, überhaupt nicht zu helfen. Der Rettungsassistent ist seit 1991 hauptamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz tätig und leitet die vom Seniorenbeirat initiierten Erste-Hilfe-Kurse. Mit Fachkompetenz und seinem trockenen Humor schafft er es, die Teilnehmer von der ersten Minute an für das Thema zu fesseln.
Dabei arbeitet er nicht pedantisch Zeile für Zeile das Lehrbuch ab, sondern geht – natürlich neben der Erklärung der grundlegenden Aspekte der Ersten Hilfe – auch auf die weiterführenden Fragen der Teilnehmer ein. Obwohl dieser Auffrischungskurs also von einem erfahrenen Experten geleitet wird, kann dafür keine Bescheinigung ausgestellt werden, die bei Behörden oder Einrichtungen vorgelegt werden kann. Dennoch ist dieser Kurs in jedem Fall sinnvoll, um das einstmals angeeignete Wissen über das richtige Verhalten im Notfall aufzufrischen beziehungsweise auf den neuesten Stand zu bringen.
Hilfe zu leisten ist nicht nur ein Gebot der Mitmenschlichkeit, sondern eine rechtliche Verpflichtung. So regelt Paragraph 323c des Strafgesetzbuches (StGB) den Straftatbestand der unterlassenen Hilfeleistung. Demnach muss Hilfe geleistet werden, wenn sie „den Umständen nach zuzumuten“ ist und „ohne erhebliche eigene Gefahr“ und „ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten“ durchgeführt werden kann. Andernfalls droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.

An einem Skelett zeigt Werner Holzberger, wie man den Druckpunkt für die Herzmassage findet.

Notruf auch ohne Netz

Um die Ersthelfer zu schützen, ist es in gewissen Gefahrensituationen – etwa bei Elektrounfällen oder wenn eine Gasexplosion droht – angezeigt, auf die professionellen und dafür ausgebildeten Hilfskräfte zu warten. „Ein Notruf ist aber immer möglich“, betont Werner Holzberger. Auch technisch. Denn selbst wenn man beim Smartphone kein Netz haben sollte, geht der Notruf dennoch durch.
Auch ohne medizinisch speziell ausgebildet zu sein, kann man in so ziemlich jedem Fall helfen. Vom Ersthelfer verursachte Schäden haben übrigens keinerlei strafrechtliche Folgen, be­ru­­higt Werner Holzberger. Obers­tes Gebot bei einem Unfall oder Notfall: Ruhe bewahren, auch wenn es eine belastende Ausnahmesituation ist. Um weitere Gefahren  abzuwenden muss – im Falle eines Unfalls – die Unfallstelle entsprechend abgesichert werden.
Sofortmaßnahmen sind all jene Maßnahmen, die – etwa bei einer starken Blutung oder Bewusstlosigkeit – unverzüglich durchgeführt werden müssen, um eine drohende oder akute Lebensgefahr abzuwenden. Der Notruf, also die Alarmierung der  Hilfskräfte, sollte so bald wie möglich erfolgen, damit der Laie schnellstmöglich Unterstützung erhält. Denn: „Zehn Minuten Wiederbelebung sind schon heftig“, weiß Rettungsassistent Werner Holzberger aus eigener Erfahrung.
Genaue Ortsangabe
„Schnell schnell nach Tauberzell“,  meldete sich einmal ein Ersthelfer telefonisch bei der Rothenburger Rettungswache – und legte auf. Mit dieser Information allein können die Sanitäter natürlich nichts anfangen. Und auch bei einem Notfall mitten in der Nacht ist die Ortsangabe, „da, wo Licht brennt“ keine große Hilfe, denn: „Wenn wir kommen brennt überall Licht“, sagt Werner Holzberger mit einem Augenzwinkern. Doch selbst wenn die Adresse ausführlich angegeben wurde, ist mancher Einsatzort nicht leicht zu finden. Es sollte deshalb darauf geachtet werden, dass die Hausnummer gut sichtbar am Gebäude angebracht ist.
Bei einem Notruf sind die Abarbeitung der fünf „Ws“ unerlässlich: Wo genau ist es passiert? Was ist passiert? Wie viele Betroffene? Welche Verletzungen? Warten auf Rückfragen. „Die Leitstelle wird das Gespräch führen“, sagt der Rettungsassistent. Deshalb: Telefon auf Lautsprecher stellen, zuhören und nicht auflegen. Die Experten am anderen Ende der Leitung fragen unter anderem auch die Atmung des Notfallopfers ab, um gegebenenfalls eine Telefonreanimation anzuleiten.
Bei der Wiederbelebung ist die Beatmung nicht das Allerwichtigs­te, da noch ein Rest Sauerstoff im Körper ist, erklärt Werner Holzberger. Vielmehr muss der Kreislauf mittels der Herzdruckmassage, die im Idealfall auf einem harten Untergrund durchgeführt wird, in Bewegung bleiben. Wenn die lebenswichtigen Funktionen nicht direkt gefährdet sind, der Patient aber dennoch bewusstlos ist, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden, um ein Ersticken zu verhindern. Dabei ist es wichtig, die Atemwege durch Überstrecken des Halses in Richtung Nacken frei zu machen.
Ist der Patient ansprechbar, sollte man ihn ermutigen und trösten. Ebenso ist es ratsam, ihn zuzudecken. Auf dem Boden liegend kann er auch im Sommer, vor allem wenn er bewusstlos ist, schnell auskühlen. Starke Blutungen können zu einem lebensbedrohlichen Schockzustand führen und sollten vorrangig versorgt, also wenn möglich die Blutung gestoppt werden – im Notfall „egal womit“. Aber auch kleinere Wunden sollten abgedeckt werden.
Nicht nur im Straßenverkehr, sondern vor allem auch Zuhause kann es zu einem Notfall kommen. Deshalb ging Werner Holzberger auch darauf ein, was etwa im Falle eines Schlag-anfalls zu tun ist. Gerade hier sei die Zeit entscheidend. Auch wenn nur der Verdacht auf einen Schlaganfall besteht, solle man sich nicht genieren und den Notruf wählen. „Wir kommen lieber umsonst – ganz egal um welche Uhrzeit“, versichert er.
Nicht selbst fahren
Nicht nur aus medizinischer, sondern auch aus rechtlicher Sicht, sollte man den Betroffenen nicht selbst ins Krankenhaus fahren. Wenn ihm nämlich auf dem Weg etwas zustößt, er womöglich währenddessen verstirbt, kann der Vorwurf des Totschlags im Raum stehen.
Der erfahrene Rettungsassistent hat aber auch den einen oder anderen Tipp für kleinere „Notfälle“ parat. Bei Nasenbluten solle man sich nach vorne beugen und einen kalten Umschlag in den Nacken legen, um die Blutstillung zu unterstützen. Auf keinen Fall solle man das Blut schlucken, weil man nicht sicher sein kann, wieviel der Magen davon aufnehmen kann.
Es sind nur wenige Stunden, die man auf der Rothenburger Wache des Bayerischen Roten Kreuzes für die Auffrischung der Erste Hilfe-Maßnahmen verbringt, doch sie können im Ernstfall durchaus den Unterschied zwischen Leben und Tod machen. Im Februar plant der Seniorenbeirat weitere kostenlose Erste-Hilfe-Kurse mit Rettungsassistent Werner Holzberger. Die Termine dafür werden noch bekannt gegeben. mes

 

Durchblick verschaffen

Artikel im Fränkischen Anzeiger vom 7. Januar 2019

ROTHENBURG – Auf ein ebenso arbeits- wie auch erfolgreiches Jahr blickt der Seniorenbeirat zurück. Neben seinen regelmäßigen Veranstaltungen, die sich großer Beliebtheit erfreuen, konnte er 2018 kurz vor Jahresende auch ein wichtiges Projekt fertigstellen, nämlich den Seniorenatlas.

Über die Homepage des Seniorenbeirats ist der neue Seniorenatlas unter der Rubrik „Senioren in Rothenburg“ abrufbar.

Dieser ist bereits seit Dezember auf der Homepage des Seniorenbeirats (www.seniorenbeirat-rothenburg.de) einsehbar. In Tabellenform sind dort alle wichtigen Angebote, die es in der Stadt für Senioren gibt, aufgelistet. Neben der bloßen Nennung der Angebote in den Bereichen Freizeit, Kultur und Kunst, Soziales, Bildung sowie Gesundheit, finden sich dort auch gleich die passenden Ansprechpartner sowie eine kurze Beschreibung des Angebots und die jeweilige Örtlichkeit.
Bislang gibt es 52 Einträge. „Es soll  ganz bewusst ein dynamisches Medium sein“, betont Beiratsmitglied Burkhart Eugen, der für die zugrunde liegende Arbeitsgemeinschaft verantwortlich ist. Deshalb nehme man im Seniorenbeirat gerne auch Anregungen für weitere Einträge entgegen.
Da man bei Verein in den Regel auch nur nach Entrichtung eines Mitgliedsbeitrags mitmachen darf, entschloss man sich ebenso kommerzielle Anbieter, etwa im Fitnessbereich, mit aufzunehmen. Die digitale Liste ist dank ihrer einfachen Suchfunktion besonders nutzerfreundlich.
Als die Bürgerbeteiligung in Form der Beiräte 2016 ins Leben gerufen wurde, reifte bereits die Idee den Senioren in Rothenburg – besonders jenen, die es als Auswärtige kürzlich in die Tauberstadt gezogen hat – mit einer umfassenden Liste mit Freizeitmöglichkeiten und den entsprechenden Einrichtungen zu versorgen. Bereits im Oktober hatte die Arbeitsgemeinschaft dann alle nötigen Daten erhoben und bekam vom Gremium grünes Licht, mit diesem Projekt weiterzumachen.
Doch wie soll das Ganze dann letztlich den Nutzern dargereicht werden? Am Anfang war man noch von der Idee überzeugt, den Seniorenatlas in gedruckter Form herauszubringen. Aber nicht nur die Frage nach der Finanzierung (eventuell durch Werbung) ließ den Beirat davon abrück­en. Auch die Gefahr, dass die darin enthaltenen Informationen schnell veraltet sind, zwang zum Umdenken.
Vorerst nur im Internet
Da zeitgleich die eigene Homepage des Seniorenbeirats immer konkretere Formen annahm, entschloss man sich, den Atlas vorerst ausschließlich im Internet zu präsentieren. Sollte man im Beirat aber den klaren Wunsch bei den hiesigen Senioren nach der gedruckten Form erkennen, wäre zu überlegen, ob man nicht auch eine Printversion anbiete, so Beiratsvorsitzender Dr. Rainer Hoffmann. Bleibt dann nur die Frage, wie man diese dann an die interessierten Senioren bringt.
„Geburtshelfer“ für die digitale Orientierungshilfe, laut Burkhart    Eugen, ist Beiratsmitglied Joachim Greis. Der „Wegwarte“-Vorsitzende hat die zusammengetragenen Daten entsprechend aufbereitet und sich auch    in die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) eingearbeitet. Um bei Letzterem auf der sicheren Seite zu sein, holte man sich zudem professionelle Unterstützung ins Boot. Für den Atlas musste jeder Anbieter nach seinem Einverständnis zur Veröffentlichung abgefragt werden.
Bereits in dem einen Jahr seit der letzten Erhebung der Daten haben sich einige Veränderungen bei den Ansprechpartnern ergeben. Der Seniorenbeirat hofft deshalb, dass ihm – neben Vorschläge für weitere Einträge – auch Änderungen zeitnah gemeldet werden, um stets auf dem aktuellen Stand zu sein.
Dieses Ziel hat man sich auch für die Homepage gesetzt. So finden sich dort nicht nur die Termine für anstehende Sitzungen und Veranstaltungen. Unter der Rubrik „Rückschau auf unsere Arbeit“ kann man auch nachverfolgen, was von den engagierten Beiratsmitgliedern jüngst auf die Beine gestellt wurde. Mittel- bis langfristig soll sich die Homepage stärker interaktiv, also zu einem Ort des Austausches, entwickeln. Vorsitzender Dr. Rainer Hoffmann könnte sich auch vorstellen, dass man dort seniorenrelevante Themen in Form von eigenen Artikeln aufs Tapet bringt.

Berichten von einem arbeits- und ereignisreichen Jahr im Seniorenbeirat (v.l.): Burkhart Eugen, Vorsitzender Dr. Rainer Hoffmann und Joachim Greis. Foto: Scheuenstuhl

Austausch weiterhin Anliegen

Der direkte Austausch unter den Senioren sowie zwischen den Generationen ist dem Beirat aber auch weiterhin ein Anliegen, wie die Veranstaltungen zeigen, die auch 2019 wieder stattfinden werden. Natürlich hält man an den Publikumsmagneten Seniorenfrühstück (80 bis 100 Besucher) und Seniorenkino (60 bis 100 Besucher) fest.
Ebenso möchte man das jüngst gemeinsam mit dem Evangelischen Frauenbund aus der Taufe gehobene „Erzählcafé“, bei dem sich Senioren und Jugendliche rege austauschen, weiterführen. Es sei allerdings noch nicht ganz klar, in welcher Form dies geschehen werde. In der Hoffnung, dass viele Senioren Smartphones als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum fanden, wird auch heuer wieder die Smartphone-Schulung angeboten. Gute Resonanz erhielt der Seniorenbeirat auch auf die bisher vier Erste-Hilfe-Kurse für Senioren. Werner Holzberger vom Bayerischen Roten Kreuz bringt innerhalb weniger Stunden auf sehr unterhaltsame Weise die Grundlagen bei, um für den Ernstfall gerüstet zu sein (wir berichten noch).
Aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen. Deshalb wird auch heuer wieder der fast schon traditionelle Seniorenfasching am Sonntag, 17. Februar, von 14 bis 18 Uhr im Wildbad ausgerichtet. Nachdem die letzten beiden Jahre die Illesheimer Faschingsgesellschaft die Rothenburger Jecken zum Lachen und Mitschunkeln animierte, wollte man nun  Abwechslung in die Veranstaltung bringen. Deshalb treten heuer die „Frankemer Stupfl“ mit ihrem Programm auf. Eine Anmeldung ist über das Wildbad telefonisch unter (09861) 9770-0 oder per Email unter kultur@wildbad.de möglich.
Das „barrierefreie Rothenburg“ wird den Seniorenbeirat gemeinsam mit dem Inklusionsbeirat auch 2019 noch beschäftigen. Kürzlich wurde eine Fotodokumentation der „Stolperstellen“ in der Stadt angefertigt, die noch aufbereitet werden muss. Im Entstehen ist außerdem die Gründung einer Ethikberatung für nicht stationäre Patienten in Zusammenarbeit mit dem Hospizverein.
Sich zu Alter bekennen
Im Grunde kann der Seniorenbeirat über mangelnde Teilnehmer an seinen Veranstaltungen nicht klagen. Mit einer Ausnahme – dem Mittagstisch. Laut Dr. Rainer Hoffmann liege dies nicht etwa daran, dass es keine Senioren gebe. Im Gegenteil: „Nur immer weniger bekennen sich dazu.“  Abhilfe könnte die Umbenennung in „Jugendbeirat 60Plus“ schaffen, meint er mit einem gehörigen Augenzwinkern, denn eigentlich gebe es keinen Grund, sich wegen seiners Alters zu verstecken.
Um den Mittagstisch noch attraktiver zu gestalten wird ab Februar der Gasthof „Butz“ mit in die Reihe aufgenommen, wo man sich dann immer am 1. Dienstag im Monat trifft. Somit ist der ganze Monat abgedeckt, denn am 2. Dienstag eines Monats ist der Mittagstisch im Bürgerheim Seniorenwohnen, am 3. Dienstag im Reichsstadt-Gymnasium und am 4. Dienstag im Krankenhaus Rothenburg zu Gast.   mes
 

 Artikel im Fränkischen Anzeiger vom 30. November 2018

Jugend damals und heute

Seniorenbeirat initiiert Austausch zwischen den Generationen

ROTHENBURG – Auf Initiative des Seniorenbeirats fand im Gemeindesaal St. Jakob das erste Erzählcafé unter dem Motto „Jugend damals und heute“ statt.

Angeregt unterhalten sich die Teilnehmer des Cafés über ihre Erfahrungen. Foto: privat

Durch die tatkräftige Unterstützung des evangelischen Frauenbundes mit Gabriele Staudacher und ihrem Team sowie des Jugenddiakons Tobias Steinke und seinen Konfirmanden konnte der Rahmen für einen unterhaltsamen Nachmittag geboten werden. Die Tische im Gemeindesaal waren stimmungsvoll dekoriert mit herbstlich geschmückten Kerzengläsern und alten Gegenständen, die die Zeit widerspiegelten als die Senioren das Alter der Konfirmanden hatten.

Darunter waren unter anderem ein altes Poesie-Album, Fotoalben mit Schwarz-Weiß-Fotos oder ein Telefon mit Wählscheibe. Ein Tisch war mit Sammeltassen eingedeckt, ein damals beliebtes Geschenk für die Konfirmandinnen. Diakon Steinke setzte Gesprächsimpulse und motivierte damit die Senioren aus ihrer Jugendzeit zu erzählen. Gesprächsthemen waren die damaligen Lebensumstände wie beispielsweise die Mode in den Jahren nach dem Krieg, die Musik oder  die mit heute nicht mehr vergleichbare Freizeitgestaltung.
Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen verging der Nachmittag wie im Flug und man kann gespannt darauf sein, wenn beim nächsten Erzählcafé die Jugendlichen ihre Gedanken und Sichtweisen zum Thema „Jugend damals und heute“ schildern.

Diakon Tobias Steinke macht Jugendarbeit.

Die Resonanz zum ersten Erzählcafé war groß und der Raum bis auf den letzten Platz gefüllt. Durch diesen Erfolg ermutigt möchte der Seniorenbeirat zusammen mit dem Frauenbund und der evangelischen Jugend ein Adventscafé veranstalten. Für das kommende Jahr ist vorgesehen, weitere gemeinsame Nachmittage anzubieten. eb

 

Artikel im Fränkischen Anzeiger vom 15. Februar 2018

Auf Besuch im „Betreuten Wohnen“

Neuer Seniorenbeirat hat noch vor seiner Akkreditierung die Arbeit aufgenommen

ROTHENBURG – Noch vor seiner offiziellen Akkreditierung durch den Stadtrat hat der neubesetzte Seniorenbeirat seine Arbeit aufgenommen. Auf Vermittlung von Irmgard Fischer (Amt für soziale Angelegenheiten) besuchte der Beirat die Eigentümer-/Mietergemeinschaft „Betreutes Wohnen“ in der Wächterstraße.

Irmgard Fischer (rechts) hat den Seniorenbeirat zum Besuch ins „Betreute Wohnen“ mitgebracht. Foto: privat

Mit viel „Illesa Ahaa“

Seniorenfasching im Wildbad-Theatersaal begeistert

ROTHENBURG – Mit der Faschingsgesellschaft Illesheim hatte der Rothenburger Seniorenfasching im Theatersaal des Wildbads jetzt zum wiederholten Mal aufs richtige Pferd gesetzt.

Mit viel Temperament und Talent: die Jugendgarde. Foto: Samira Rohn

Mit viel Temperament und Talent: die Jugendgarde. Foto: Samira Rohn

Vor allem die zahlreichen vielbeinigen Tanzgruppen auf der Bühne wussten zu begeistern und ein gehöriges Quantum Temperament in die wohlgefüllten Reihen der Maskierten und Frohgelaunten zu bringen.

Besonders auch für den neuen Vorsitzenden des veranstaltenden Seniorenbeirats, Dr. Reinhard Hoffmann, war es eine Freude, die Botschafter des rheinischen Saalfaschings aus dem benachbarten Landkreis Neustadt-Bad Windsheim als Garanten der guten Laune und des flott in schönen Kostümen präsentierten Gardetanzes bei seiner Veranstaltungspremiere in Rothenburg zu haben. ....

Ihren Akzent setzten an dem Nachmittag in Rothenburg mit ihren Auftritten: die Jugendgarde, die Juniorengarde, das Showtanzmariechen (Aliha-Celine Frühauf) und die Purzelgarde. Während der Auftritte und in den Pausen gab es Kaffee und Kuchen. Die Stimmung war bestens. ...

Farbenprächtige Kostüme und flotte Tänze sind das Markenzeichen der Schautanzgruppe. Beim Showmariechen und weiteren kleinen Formationen kommen auch die zum Teil noch recht jungen, aber durchweg talentierten Solisten nicht zu kurz... -ww-

Weitere Mitstreiter gesucht

ROTHENBURG – Mit der Gründung der veschiedenen Beiräte betrat die Stadt vor zwei Jahren Neuland in Sachen Bürgerbeteiligung. In der kommenden Woche stehen nun die Gründungsveranstaltungen für die neuen Einzelbeiräte an. Die bislang engagierten Ehrenamtlichen hoffen dabei auf weitere Mitstreiter, die sich zum Wohle der Bevölkerung mit ihren unterschiedlichen Ideen und Talenten einbringen möchten.

Einsatz für Bürgerbeteiligung: Die Vertreter der Beiräte und Irmgard Fischer von der Stadt werben für die ehrenamtliche Mitarbeit in den Einzelbeiräten.Foto: Scheuenstuhl

Einsatz für Bürgerbeteiligung: Die Vertreter der Beiräte und Irmgard Fischer von der Stadt werben für die ehrenamtliche Mitarbeit in den Einzelbeiräten. Foto: Scheuenstuhl

Runde zwei für Bürgerbeteiligung

26. Januar 2018

Einzelbeiräte wurden auf ihren Gründungsversammlungen neu zusammengesetzt

ROTHENBURG – In Rothenburg wurden vor zwei Jahren zum ersten Mal die Beiräte für Jugend, Familie, Senioren, Inklusion und Migration gegründet. Vertreter der Beiräte, des Stadtrates und der Stadtverwaltung fanden sich im Gemeinschaftsbeirat zusammen. Dieses Modell einer umfassenden Bürgerbeteiligung hat sich mittlerweile gut etabliert. Umfangreiche Projekte und Maßnahmen konnten in Gang gesetzt werden und zur Verbesserung der Lebenssituation der Rothenburger Bürgerinnen und Bürger beitragen. 

Nach Ablauf der ersten Legislaturperiode standen nun die neuen Gründungsversammlungen an. ...

... Der Seniorenbeirat hat zwar den größten Mitgliederaustausch erfahren, es aber doch wieder auf 17 Mitglieder gebracht. Der gesamte bisherige Vorstand trat nicht mehr an. Der neue Vorstand setzt sich nun folgendermaßen zusammen: Dr. Rainer Hoffmann ist Erster Vorsitzender und Axel Kutscheidt sein Stellvertreter. Rolf Schönemann ist Kassier und Lars Kriegel-Moll der neue Schriftführer. Beim Seniorenbeirat werden die sehr erfolgreich arbeitenden Arbeitsgruppen beibehalten und gerne mit den neuen Mitgliedern verstärkt.

Der Seniorenbeirat macht sich mit komplett neuen Vorstand an die Arbeit.Foto: Fotoclub

Der Seniorenbeirat macht sich mit komplett neuen Vorstand an die Arbeit. Foto: Fotoclub

Frei zur Diskussion

Stadtbusverkehr mit flexiblen Bedienungsformen

ROTHENBURG – Auf Anregung des Oberbürgermeisters hat sich der Seniorenbeirat mit einem Modell zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs beschäftigt, wie es im Landkreis Günzburg praktiziert wird. Man hält es auch für Rothenburg anwendbar. Beiratsmitglied Burkhart Eugen wird es im Rahmen einer Sitzung am Mittwoch, den 4. Oktober, um 16 Uhr in der „Schranne“ der interessierten Öffentlichkeit vorstellen.

Burkhart Eugen vom Seniorenbeirat der Stadt.        Foto: sis

Burkhart Eugen vom Seniorenbeirat der Stadt. Foto: sis

Mitglieder des Senioren-, Familien- und Inklusionsbeirates informierten sich bei einem Beusch eingehend über das flexible Bussystem, welches im gesamten Landkreis Günzburg mit fünf Stützpunkten und nunmehr 12 Kleinbussen (anfangs 2 Kleinbusse) angewendet wird. Das Prinzip des Systems: Auf Anruf beziehungsweise Vorbestellung holt der Bus den Kunden an einer nahe gelegenen Haltestelle seiner Wahl ab und bringt ihn zur Zielhaltestelle seiner Wahl und gegebenenfalls wieder zur (Nachhause-)Haltestelle. Die Haltestellen des Bussystems sind innerörtlich in etwa 200 Meter Abstand eingerichtet.